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Warnung vor zu hohen Dosen

November 18th, 2009 No comments
Heidelberger elektronischer Arzneimittelratgeber AiDKlinik® reduziert die Zahl der Überdosierungen von Arzneimitteln um 20 Prozent / Neues Warnmodul wird auf der MEDICA vorgestellt

Zu hohe Dosen eines Arzneimittels sind gefährlich und bedauerlicherweise nicht selten. Meist wird die Standarddosierung eines Arzneimittels nicht auf die Bedürfnisse des individuellen Patienten angepasst.

Eine neue Funktion des elektronischen Arzneimittel-Ratgebers AiDKlinik®, das Warnmodul MaxDose, entdeckt 38 Prozent mehr Überdosierungen und kann die Häufigkeit dieser Vorfälle erheblich reduzieren. Eine Studie mit mehr als 12.000 Verschreibungen im Krankenhaus hat gezeigt, dass Warnhinweise bei Verschreibung per PC die Zahl der Überdosierungen um 20 Prozent reduzieren kann. Das Warnmodul sowie andere Zusatzfunktionen werden auf der MEDICA vorgestellt, die vom 18. bis 21. November 2009 in Düsseldorf stattfindet.

AiDKlinik®: Arzneimittellotse auf Internetbasis

AiDKlinik® ist ein elektronischer Berater auf Internet-Basis. Er lotst den Arzt sicher durch den unübersichtlichen deutschen Arzneimittelmarkt und hilft falsche Dosierungen, Nebenwirkungen, gefährliche Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln sowie Doppelverschreibungen zu vermeiden. Die Verordnung kann aus AiDKlinik® direkt in ein Rezept und einen Arztbrief übertragen werden. AiDKlinik® wurde von der Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, gemeinsam mit der Klinikums-Apotheke sowie dem Herausgeber der Gelben Liste, der Medizinischen Medien Informations GmbH (MMI, Neu-Isenburg), entwickelt.

Der elektronische Arzneimittel-Berater auf Internet-Basis wurde 2004 erstmals auf der MEDICA vorgestellt. Mittlerweile ist das System flächendeckend am Universitätsklinikum Heidelberg sowie an weiteren Klinken, darunter drei Universitätsklinika (MHH Hannover, Köln und Frankfurt), eingeführt.

Lizenzen für Kliniken und niedergelassene Ärzte

Seit März 2008 können auch Einzelpersonen (z.B. niedergelassene Ärzte) eine Lizenz für AiDKlinik® über den Thieme-Verlag erwerben (Anmeldung unter www.doctors-aid.de).

Die Vermeidung von Überdosierungen ist das jüngste erprobte Zusatzinstrument. “Überdosierungen um mindestens 30 Prozent kommen etwa bei 4,8 Prozent der Verschreibungen im Krankenhaus vor”, erläutert Professor Walter E. Haefeli, Ärztlicher Direktor der Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg. Häufiger Grund für eine Überdosierung ist eine eingeschränkte Nierenfunktion. “Dadurch wird die Ausscheidung vieler Medikamente beeinträchtigt”, so Professor Haefeli. Wird die Einschränkung der Nierenfunktion bei der Verordnung nicht berücksichtigt, können lebensbedrohliche Überdosierungen auftreten.

Das Software-Warnmodul MaxDose liefert Informationen zu maximalen Dosierungen in Abhängigkeit von acht wichtigen Patientencharakteristika wie z.B. der aktuellen Nierenleistung oder dem Alter, die alle gleichzeitig berücksichtigt werden. Anders als in anderen Warnsystemen wird somit nicht einfach die maximal zugelassene Dosierung mit der Verordnung verglichen, sondern berechnet, welche Maximaldosis von dem Patienten noch vertragen und ausgeschieden werden kann. Dies führt dazu, dass 38 Prozent mehr Risikosituationen erkannt werden als von bisherigen Systemen. Ebenfalls anders als in anderen Systemen erhält der Arzt deshalb keine Vielzahl unspezifischer Hinweise, sondern nur eine einzige gebündelte Warnung, falls die verordnete Dosis für einen speziellen Patienten zu hoch ist.

Die Heidelberger Wissenschaftler haben das neue Modul in einer prospektiven kontrollierten Studie getestet. Im Gegensatz zu vergleichbaren früheren Studien reagierten die Ärzte überdurchschnittlich häufig auf die angezeigten Informationen und passten die Dosierungen entsprechend an. Entscheidend für die Effektivität eines solchen Systems ist aber auch die kritische Evaluierung potentieller neuer Risiken. “Über die gesamte Studiendauer manifestierten sich durch die Einführung des elektronisches Hilfsmittels keine neuen Verordnungsfehler, z.B. durch die Verordnung zu niedriger Dosen”, berichtet Professor Haefeli.

Weiteres Warnmodul zeigt Allergien an

Ein weiteres Warnmodul wir derzeit für die Testung im klinischen Alltag vorbereitet: Neben MaxDose verfügt AiDKlinik® neu über ein ausgefeiltes Allergie-Warnsystem, das sich von vergleichbaren anderen Systemen wiederum durch Fokussierung und Präzisierung der Warnungen abhebt. So werden Allergien nicht nur zu Wirkstoffgruppen oder einzelnen Wirkstoffen sondern auch speziell für Hilfsstoffe angezeigt. Darüber hinaus erkennt das Modul Kreuzallergien und zeigt dem Anwender nach Risikokategorien eingestufte Warnhinweise an.

Der Stand der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg und der Dosing GmbH befindet sich auf der MEDICA 2009 in Halle 16 C41.

Weitere Informationen im Internet unter www.aidklinik.de und in nachfolgender Publikation:

Seidling HM, Schmitt SPW, Bruckner T, Kaltschmidt J, Pruszydlo M, Senger C, Bertsche T, Walter-Sack I, Haefeli WE. Patient-specific electronic decision support reduces prescription of excessive doses. Qual Health Care Med 2009

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)

Quelle:  www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

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Überdosierungen müssen nicht sein – Elektronischer Medikamenten-Ratgeber des Universitätsklinikums Heidelberg auf der MEDICA 2008 erstmals mit einem neuen Warnmodul

November 14th, 2008 No comments

Pressemitteilung Universitätsklinikum Heidelberg Nr. 198 / 2008 14. November 2008

Überdosierungen in der Klinik können vermieden werden.

Die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg und die Dosing GmbH stellen auf der MEDICA 2008 in Düsseldorf vom 19. bis 22. November 2008 erstmals ein neues elektronisches Modul vor, das den Arzt automatisch warnt, wenn die verschriebene  Dosis für den individuellen Patienten zu hoch ist. Es ist Bestandteil des hocheffizienten elektronischen Arzneimittelinformationssystems AiDKlinik®, das Information zu über 64.000 Arzneimitteln liefert.  Ist die eingetragene Dosis zu hoch, macht ein Warnhinweis den Arzt darauf aufmerksam, dass er die Dosis anpassen muss.

Überdosierungen gehören zu den häufigsten Medikationsfehlern im Klinikalltag und kommen  bei über 4 Prozent der Verordnungen vor. Sie sind besonders bedrohlich bei der Verordnung von Medikamenten mit vielen Nebenwirkungen sowie einer engen therapeutischen Breite, d.h. einem schmalen Dosierungsbereich, der ungefährlich ist.

Zu hohe Dosierung durch fehlende Information und Wechselwirkungen

„Zu hohe Dosen werden verschrieben, wenn Informationen zum Arzneimittel fehlen oder bestimmte Charakteristika des Patienten, z. B. Nierenfunktionsstörungen, nicht ausreichend berücksichtigt werden“, erklärt Professor Dr. Walter Haefeli, Ärztlicher Direktor der Abteilung Innere Medizin VI, Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, wenn etwa der Abbau eines Arzneistoffes gehemmt wird, spielen eine wichtige Rolle.

Mit dem neuen MaxDose-Modul von AiDKlinik® steht nun erstmalig ein elektronisches Hilfsmittel zur Verfügung, das dynamisch Patientendaten und Arzneimittelwissen verknüpft und vor einer Überdosis warnt. „Bereits im ersten flächendeckenden Einsatz im Klinikum Heidelberg hat MaxDose Überdosierungen erheblich verringert. Fehlwarnungen kamen nicht vor, da die maximal zulässigen Dosen in jedem Einzelfall genau berechnet werden“, berichtet Professor Haefeli. Das System konnte ohne zusätzliche Schulungen eingeführt werden; die Ärzte nutzten es überdurchschnittlich häufig.

Einzellizenz für AiDKlinik® über den Thieme-Verlag erhältlich

AiDKlinik®, der elektronische Arzneimittel-Berater auf Internet-Basis, wurde 2004 erstmals auf der MEDICA vorgestellt und ist mittlerweile in vielen Kliniken in Deutschland im Einsatz. Als Datengrundlage für AiDKlinik® dient die Datenbank Pharmindex, die vom Medizinverlag Medizinische Medien Informations GmbH (MMI, Neu-Isenburg) herausgegeben und 14-tägig aktualisiert wird. Im Gegensatz zu anderen elektronischen Systemen erlaubt AiDKlinik® die direkte Kopplung an Wissensdatenbanken und ermöglicht so auch die flexible Anbindung hauseigener Informationen.

Seit März 2008 können auch Einzelpersonen, Apotheker und niedergelassene Ärzte eine Lizenz für AiDKlinik® über den Thieme-Verlag erwerben unter www.doctors-aid.de/.

Den Stand der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg und der Dosing GmbH finden Sie auf der MEDICA 2008 in Halle 16 C41.

Weitere Information im Internet unter:
www.AiDKlinik.de
www.doctors-aid.de

Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Walter E. Haefeli
Medizinische Universitätsklinik und Poliklinik
Abteilung Innere Medizin VI
linische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie #
Im Neuenheimer Feld 410, 69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 8740
E-Mail: walter.emil.haefeli@med.uni-heidelberg.de

Dipl.-Ing. Jens Kaltschmidt
Geschäftsführer Dosing GmbH
Hans-Bunte-Str. 8-10
69123 Heidelberg
Tel.: 06221 / 73 66 936
E-Mail: jens.kaltschmidt@dosing-gmbh.de
Quelle: Pressestelle des Universitätsklinikums Heidelberg; http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

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Ausgezeichnete Arzneimittelsicherheit – Die Dosing GmbH des Universitätsklinikums Heidelberg ist erster Preisträger des StartUp Landeswettbewerbs 2007

April 25th, 2007 No comments

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Der Sieger beim StartUp Landeswettbewerb 2007 kommt aus dem Universitätsklinikum Heidelberg: die Heidelberger Dosing GmbH, deren elektronische Arzneimittelberater für mehr Sicherheit und Effizienz bei der Behandlung mit Medikamenten in Klinik und Praxis sorgen. Am 17. April 2007 wurden die Preisträger von Wirtschaftsminister Ernst Pfister in Stuttgart ausgezeichnet. Der Wettbewerb wird seit zehn Jahren vom Sparkassenverband Baden-Württemberg ausgeschrieben; der erste Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

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Elektronisches Arzneimittel-Informationssystem des Universitätsklinikums Heidelberg ist erster Preisträger des Qualitätsförderpreises Gesundheit Baden-Württemberg 2006

October 17th, 2006 No comments

Das Projekt „Qualitätssicherung der medikamentösen Therapie durch ein elektronisches Arzneimittel-Informationssystem“ des Klinikums ist erster Preisträger des Qualitätsförderpreises Gesundheit Baden-Württemberg 2006, der mit einem Preisgeld von 6.500 Euro verbunden ist. Am 29. September 2006 nahm Professor Dr. Walter Haefeli, Ärztlicher Direktor der Abteilung Innere Medizin VI, Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie, die Auszeichnung aus der Hand von Sozialministerin Dr. Monika Stolz in der Stuttgarter Liederhalle entgegen.

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